Strohballen und Polenböller

webmaster • 26. August 2018

Sechs Punkte am Sonntag

Viermal gleich leuchtete die polnische Flagge auf der Anzgeitafel auf: Beim hervorragenden 5:0 (4:0) unserer zweiten Mannschaft in Wasserlos trafen mit Tomek Korwin (3) und Krzystof Poreoba unseren beiden polen in Schwarze. Lucas Bernd traf sehenswert in den Winkel. Und überhaupt: Was unsere Mannschaft in Wasserlos auf den Platz zauberte war schlichtweg super! Spritzig ohne Ende, brandgefährlich. Tolle Tore zum 2:0, 3:0 und 4:0 - das war super und die zumindest vorübergehende Tabellenführung der verdiente Lohn.

Schwerstarbeit für die erste Mannschaft in Schneppenbach. Ein Gerücht machte die Runde: Am Morgen noch hat der lokale Landwirt die Strohaballen zusammen gerollt. Einer der besten Plätze der Region - ein strohig-sandiges Trauerspiel - Dürre sei Dank! Und unsere Mannschaft tat zu Beginn alles, die Leistung des Geläufs noch zu unterbieten. Die Gastgeber führten schnell mit 2:0 und ließen noch dicke Chancen zum 3:0 aus. Die Germania-Fans rieben sich die Augen und fragten bei Google und Siri und Alexa, ob man sich durch die tausend Umleitungen im Kahlgrund vielleicht auf das falsche Sportgelände verirrt hatte.

Erst nach 25, 30 Minuten erinnerte sich unser Elf daran, wie es funktionieren könnte. Matthias Sänger per Kopf und Sebastian Morhard trafen noch vor der Pause zum Ausgleich, nach der Pause erzielte Sebastian Morhard das 3:2. Die nun viel bessere Germania-Abwehr ließ am Ende nicht mehr viel anbrennen, brachte das 3:2 mit viel Einsatz ins Ziel. Die Szene des Tages: Nicht die Tore, sondern eine "ich-nehme-25-Meter-Anlauf"-Grätsche von Markus Morhard. Jens Jeremies zieht seinen Hut und übergibt den Titel Grätsche des Jahrhunderts neidisch an den nach der Pause überragenden Dettinger.

Heute im Einsatz für die Germania...
... in Wasserlos:
Lutz - Dähn, Trieschmann, Kimmel (65. Leibacher), Sticher (52. Kalus) - Bernd, Müller (75. Thimmel), Schönwald, Poreba, Wenzel - Korwin

... auf dem Wüstenplanet in Schneppenbach:
Euler - Herzog, Morhard M., Walter K. - Walter P. (68. Stein), Sänger, Schaack T. (25. Schlappa), Kallina, Dusch - Stürz (80. Müller), Morhard

Sorry, liebe Schneppenacher, nicht böse gemeint... Unser Platz hat doch auch ziemlich gelitten... :(



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Germania Karlstein nimmt von den Reichen! Nach dem wichtigen Sieg über Goldbach in der vergangenen Woche hat unsere Germania direkt nachgelegt und sich trotz weiterhin angespannter Personalsituation beim Tabellenzweiten SV Schöllkrippen mit 3:2 durchgesetzt. Dabei erwischte Germania einen Traumstart: Nach gerade einmal drei Minuten stand es 0:1. Nach einer hervorragenden Vorlage von Basti Gast überraschte Björn Schönwald die Gastgeber mit einer nicht ganz sauber getroffenen Direktabnahme. Der Ball entwickelte sich zur perfekten Bogenlampe und schlug unhaltbar im Schöllkrippener Tor ein. Anschließend übernahm der SV Schöllkrippen zunehmend die Kontrolle und war die spielbestimmende Mannschaft. Ex-Dettinger Robin Hartmann zeigte sich vor dem Tor eiskalt und drehte die Partie mit seinen Treffern in der 14. und 26. Minute auf 2:1. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich unsere Germania deutlich präsenter und kam immer wieder zu guten Offensivaktionen. Häufig fehlte allerdings der letzte Pass oder ein eigentlich perfekter Ball in die Tiefe fand keinen Abnehmer. Nach rund einer Stunde war es dann erneut Basti Gast, der mit einer starken Vorarbeit den Ausgleich einleitete. Diesmal fand sein Zuspiel Matthias Sänger, der den Keeper ausguckte und den Ball überlegt an ihm vorbeichippte – 2:2! In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem ein weiteres Tor auf beiden Seiten durchaus in der Luft lag. Angesichts der starken Schöllkrippener Mannschaft hätte sich Germania sicherlich auch mit einem Punkt zufrieden gegeben. Doch kurz vor Schluss kam der große Auftritt von Ghafur Khuja: Der frisch eingewechselte Offensivspieler warf sich in einen Zweikampf, der Ball sprang bis an die Torauslinie und schien bereits verloren. Doch Khuja setzte nach, reagierte am schnellsten und brachte den Ball aus spitzem Winkel tatsächlich noch am Schöllkrippener Keeper vorbei ins Tor! 3:2 – Auswärtssieg beim Tabellenzweiten! Die Partie hätte eine Punkteteilung verdient gehabt, der Sieg ist aber nicht unverdient. Damit sammelt unsere Germania erneut drei ganz wichtige Punkte, hält den Anschluss nach oben und baut gleichzeitig den Abstand zu den unteren Tabellenplätzen weiter aus.